Hoover & Floyd

Frühstücks-Zeitreise

Man sollte meinen, dass man sich nach etlichen Jahren in München nun langsam komplett durch die Frühstücks-Landschaft gefuttert hat. Aber München, du bist immer noch für Überraschungen gut! Zum Beispiel im Hoover & Floyd.

Neulich führte uns der morgendliche Hunger in die Ludwigvorstadt, ins Hoover & Floyd. Schon mal gehört? Nein? Dann wird es aber Zeit.

draussen.jpg

Tagsüber Cafe, abends Bar – das ist das Konzept von Hoover & Floyd. Und ganz nebenbei lässt sich dort auch noch ein Frühstück genießen. Benannt ist die Cafe-Bar übrigens nach den beiden Hunden der Besitzern. Sie zieren nicht nur das Namensschild, man kann auch Innen auf die Suche gehen, wo die beiden überall ihre „Spuren“ hinterlassen haben.

Frühstück an großer Tafel

„Wir machen ab 10 Uhr auf, aber Frühstück gibt es erst ab 10:30 Uhr“, informiert die freundliche Dame beim Reservierungs-Anruf. Gut zu wissen, dann bitte den Tisch erst ab halb elf. Durch fiesen Schneematsch kämpfen sich die Frühstückswilligen aus verschiedenen Richtungen in die Ickstattstraße 2 zum Hoover & Floyd.

Erst einmal durch die Tür geschlüpft, weiß man gar nicht recht, wohin man den Blick wenden soll, weil es so viel zu entdecken gibt. Das Mobilär ist ein wilder Mix verschiedener Stücke, offenbar aus den 20er und 30er Jahren. Eine unverputzte Backsteinwand vermittelt rustikale Gemütlichkeit, genauso, wie das leicht schummrige Licht (das könnte aber auch an den Wetterbedingungen gelegen haben – was nebenbei auch die Fotoqualität senkte).

Die meisten Tische bieten eher für zwei bis vier Personen Platz. Auf uns wartet die große ovale Tafel in der Raummitte. (Lina findet aber gut Platz unter der großen Tischplatte). Im Internet ist nachzulesen, er stammt aus einer Anwaltskanzlei in München. Die Architektur ist etwas verwinkelt, im hinteren Bereich lässt sich noch ein weiterer Raum entdecken. Sollte man also vorne keinen Platz bekommen, kann man es immer auch gut noch mal hinten probieren.

tisch.jpg

Floyds für den großen Hunger

Die Bedienung hat keine Berührungsängste und setzt sich gleich mit an den Tisch, um die Bestellungen aufzunehmen. Sie wird uns den ganzen Aufenhalt über sehr aufmerksam zur Hand gehen. Allerdings sind ihr auch ein paar Kleinigkeiten (etwa eine Tee-Nachbestellung oder der Brotkorb) durch die Lappen gegangen.

Die Karte im Hoover & Floyd sorgt erst für leichte Verwirrungen, denn es gibt einen Teil für Frühstück unter der Woche und einen für Frühstück am Wochenende. Der Unterschied besteht darin, dass am Wochenende auch größere Frühstückskombinationen angeboten werden. Zum Beispiel das Floyds (siehe Foto), mit spanischer Salami, Kochschinken, Brie, Frischkäse, Spiegelei und Brotkorb (11,90 Euro) oder der Wonneproppen – ein armer Ritter mit Zimtzucker, Ahornsirup, frischen Früchten und frischem O-Saft (12,80 Euro). Extrawünsche sind kein Problem – es wird auch Ersatz angeboten für Sachen, die man weglassen möchte. Lohnenswert sind auch die frischen Säfte für 3,80 Euro, die wirklich sehr lecker waren.

floyds.jpg

Reichlich Ei zum kleinen Preis im Hoover & Floyd

Positiv überraschen die Ei-Varianten. Rührei mit Brot und Butter ist für 4,50 Euro zu haben. Dies ist aber noch beliebig erweiterbar, mit Ziegenkäse (+1,50 Euro), Kochschinken (+1,50 Euro) oder zum Beispiel Tomaten (+1 Euro). Ähnliches gilt auch fürs Spiegelei. Der entsprechende Teller dazu ist aber gut gefüllt, sodass man für die 4,50 Euro (+x) auf seine Kosten kommt. Dazu gibt es von einigen der Mit-Frühstücker anerkennendes Gemurmel.

ruehrei.jpg

Wer nur einen kleinen, aber süßen Hunger hat, für den ist der süße Spatz etwas. Hier gibt es ein Croissant mit Butter und Marmelade (oder Honig) für 3,60 Euro.

croissant.jpg

Fazit: Ein Grund mehr fürs Glockenbach

Im Hoover & Floyd hat man mal wieder eine Münchner Frühstücks-Lokation, die etwas Besonderes bietet. Sowohl vom Ambiente als auch die Liebe zum Detail, der man überall begegnet. Das Essen war durchweg frisch und lecker und die Teller gingen alle blankgeputzt zurück. Jap, wir kommen gerne wieder- zum Beispiel wenn es schön warm ist und man draußen sitzen kann.

Good to know:

  • Keine laktosefreie, aber Sojamilch
  • Das Hoover & Floyd lässt sich auch für Veranstaltungen mieten
  • Kuchen auch zum Mitnehmen (Hausgemacht!), pro Stück für 3,50 Euro und zwar verschiedene Sorten Käsekuchen und drei Varianten Schokokuchen
  • Viele Speisen sind vegetarisch oder sogar vegan
  • Wer mehr über das Hoover und das Konzept, das dahintersteckt, wissen möchte, sollte sich die Website der Besitzerin anschauen: http://andreasokol.de

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Mittwoch ist auch offen, aber es gibt kein Frühstück
  • Donnerstag bis Samstag: 10:00 bis 01:00 Uhr (Freitag auch mal länger)
  • Sonntag: 10:00 Uhr bis 23 Uhr
  • Frühstück unter der Woche bis 12 Uhr, am Wochenende bis 14 Uhr

 

Name: Hoover & Floyd
Adresse: Ickstattstraße 2
80469 München
Tel.: 089 /26949015
http://hooverundfloyd.de

getestet am: 18.01.2015

Autor: Luise

Email this to someoneShare on FacebookTweet about this on TwitterShare on Reddit

One thought on “Hoover & Floyd

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *